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$200 Mrd. und kein Handschlag: Was beim Indien-KI-Gipfel passierte

Altman, Amodei, Pichai in Indien. $200 Mrd. Commitment. Und ein Foto, auf dem die zwei größten KI-Rivalen keine Hände schütteln wollten.

$200 Mrd. und kein Handschlag: Was beim Indien-KI-Gipfel passierte

Sam Altman und Dario Amodei als Karikaturen nebeneinander auf Bühne, beide heben Fäuste statt Hände zu schütteln, Indien-Flagge im Hintergrund, Modi als lächelnde Karikatur

Sam Altman und Dario Amodei standen auf derselben Bühne in Indien – und weigerten sich, Hände zu schütteln. Stattdessen: Fäuste. Indien committet $200 Milliarden.

Beim India AI Impact Summit 2026 in Neu-Delhi, 16.–21. Februar, versammelte Premierminister Narendra Modi die gesamte KI-Elite. Sam Altman (OpenAI), Dario Amodei (Anthropic), Sundar Pichai und Demis Hassabis (beide Google) – alle waren da. Mehr als 100 Länder entsandten Delegationen.

Der Moment, der viral ging: Beim Gruppen-Foto mit politischen und Tech-Führern entschieden sich Altman und Amodei, keine Hände zu schütteln – sie hoben stattdessen die Fäuste. Kein Zufall. Kein Missverständnis. Die zwei ehemaligen OpenAI-Partner, die sich nach Amodeis Abgang und dem Anthropic-Start öffentlich als Konkurrenten positioniert haben, wollten keine symbolische Einheit zeigen. Das Foto ging sofort durch alle Tech-Media.

Was Indien versprochen hat

Indien nutzte den Summit als globale Investment-Plattform:

Das Adani-Versprechen war dabei am spektakulärsten: $100 Milliarden für KI-Datencenter bis 2035 mit Solarenergie – das soll weitere $150 Milliarden Folgeinvestments anziehen.

Warum Indien, warum jetzt?

Indien hat etwas, das alle KI-Labs brauchen: 1,4 Milliarden potenzielle Nutzer, eine riesige englischsprachige Entwicklercommunity und Regierungswillen, KI-Infrastruktur zu bauen statt zu blockieren. Die EU reguliert. China baut sein eigenes Ökosystem. Die USA investieren militärisch. Indien ist der neutrale Wachstumsmarkt, den alle Labs gleichzeitig besetzen wollen.

Was das für den globalen KI-Markt bedeutet

Wenn alle drei großen US-Labs gleichzeitig Büros in Indien eröffnen, beginnt dort ein neues Kapitel: Lokalisierung, Sprachenabdeckung, Partnerschaft mit indischen Unternehmen wie Infosys, Wipro, TCS. Das verschiebt die KI-Verteilung weg von US+EU-Bubble.

Und der Handschlag-Verweigerer-Moment zwischen Altman und Amodei zeigt: Selbst beim globalen Auftritt in einem Drittland bleibt der OpenAI-Anthropic-Riss sichtbar. Beide kämpfen um denselben Markt – und beide wissen es.

Indien ist der nächste große KI-Markt. Und alle wollen zuerst da sein.