XAI

Musk gibt zu: xAI war von Anfang an falsch gebaut

Elon Musk räumt ein: xAI wurde "not built right first time around" – und wird nun neu aufgebaut. Von 12 Mitgründern sind noch 2 übrig.

Musk gibt zu: xAI war von Anfang an falsch gebaut

Elon Musk als Karikatur mit Bauhelm vor einem halbfertigen xAI-Firmengebäude mit zerknittertem Bauplan in der Hand

Elon Musk hat zugegeben, dass xAI "from scratch" neu aufgebaut wird – sechs Wochen nach der größten Fusion der Tech-Geschichte.

Es ist die Art von Aussage, die man von einem CEO nicht erwartet: "It was not built right first time around." Elon Musk sprach damit über xAI, sein KI-Unternehmen, das er im Februar für 1,25 Billionen Dollar in SpaceX integriert hatte. Der Merger war der teuerste Deal in der Geschichte der Technologiebranche. Und jetzt kommt das Eingeständnis, dass das Fundament falsch gelegt war.

Was Musk konkret sagte

In einer Reihe von X-Posts und einem internen Meeting, das durchgesickert ist, beschrieb Musk die Situation so: xAI sei zu schnell gewachsen, mit zu vielen voneinander unabhängigen Teams, unklaren Verantwortlichkeiten und einer Infrastruktur, die für die geplante Skalierung nicht ausreicht. Das neue Ziel: alles neu bauen, diesmal unter direkter SpaceX-Integration.

Was das in der Praxis bedeutet, zeigt die Führungsriege: Von ursprünglich 12 Mitgründern sind laut CNBC noch 2 aktiv im Unternehmen. Die anderen haben xAI verlassen – manche noch vor der Fusion.

Grok und die Rechenzentrums-Ambitionen

Trotz des Chaos liefert xAI weiter aus. Grok 5 – das Flaggschiff-Modell mit behaupteten 6 Billionen Parametern und "AGI-Anspruch" – läuft laut Musk auf dem "Colossus 2"-Cluster in Memphis, Tennessee, einem der leistungsfähigsten KI-Rechenzentren weltweit. Das Rechenzentrum wurde innerhalb von Rekordzeit hochgezogen – typischer Musk-Move.

Der geplante Börsengang von SpaceX – mit xAI als integriertem Bereich – soll noch 2026 stattfinden. Das gibt dem Rebuild eine Deadline.

Ist das Drama oder Strategie?

Die Tech-Community ist gespalten. Auf HackerNews und in Investor-Kreisen dominiert Skepsis: Ein Neuaufbau kurz nach einem 1,25-Billion-Merger klingt nach internem Chaos. Musk-Beobachter hingegen verweisen auf ein Muster – Tesla durchlief ähnliche "build it right" Phasen nach frühen Produktionsproblemen, bevor es zum Marktführer wurde.

Was unbestreitbar ist: Der Fokus auf Grok als Consumer-Produkt hat gelitten. Das Benchmark-Duell zwischen Grok 5 und Claude Opus 4.6 sowie GPT-5.4 zeigt xAI auf Platz 3 der drei großen Frontier-Modelle – hinter Anthropic und OpenAI – laut aktuellem LMSYS Chatbot Arena Leaderboard.

Fazit: Musk zeigt selten Schwäche – wenn er es tut, hat das meist einen Grund. xAI wird weitergebaut, aber das Fenster für echten Frontier-Wettbewerb wird enger.